Agile Managementmethoden und KI-Tools im Spannungsfeld zwischen Akzeptanzsicherung und Reflexion

Autoren: Kröll

Kategorie: Technikakzeptanz

Chair: Wilkens

Beitragskurzfassung:
Mehrere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die Nutzung von agilen Managementmethoden sowie von KI-Tools häufig nicht zum erwünschten Ziel führt. Je nach Studie trifft dies in 60% – 70% der Fälle zu. Dabei wird in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung der Akzeptanzsicherung eine zentrale Rolle zugeschrieben. Um die Akzeptanz von Informationssystemen zu erklären und zu prognostizieren, wird auf das „Technology-Acceptance-Model“ (TAM) zurückgegriffen. Dabei kommen Metastudien (Kohnke 2015) zu der Erkenntnis, dass zwei Variablen zentralen Einfluss haben: (1) wahrgenommene Nützlichkeit und (2) Leichtigkeit. Weitere Variablen sind: (1) Erfahrung, (2) Freiwilligkeit, (3) Alter, (4) Geschlecht und (5) Anwendertraining und (6) Partizipation. Gondo/Amis (2013) haben aber herausgearbeitet, dass der folgende, auf den ersten Blick paradox scheinende, Zusammenhang auftreten kann: Je höher die Akzeptanz bezogen auf die Nutzung z.B. von IT- oder KI-Tools ist, desto weniger wird über die Umsetzung in dem jeweiligen Kontext reflektiert. Wird die Umsetzung kaum reflektiert, weil das Tool in hohem Maße akzeptiert wird, birgt dies die Gefahr der unbeabsichtigten Entkopplung, d.h. dass der Einsatz des Tools auf der einen Seite sowie die Gegebenheiten der Organisation auf der anderen Seite auseinanderdriften und die Nutzung nicht gelingt. Vor diesem Hintergrund wurde eine empirische Studie (N = 158) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) durchgeführt. 35% waren obere, 21% mittlere – untere Führungskräfte; 10% Projektleiter; 10%, Fachkräfte. Daten aus zwei weiteren Studien (Uni Aachen, 477 N; Uni Murcia/Spanien; 451 N) wurden hinzugezogen. In der Studie (Hauptkomponentenanalyse, Cronbachs Alpha; Pearsons r, Spearmans Rho, lineare Regressionen, ANOVA) wurde u.a. untersucht: (a) Zusammenhang zwischen Akzeptanz bei Mitarbeitern/Führungskräften und Ausmaß der Reflexion, (b) Reflexionsausmaß in Abhängigkeit von der Organisationskultur (flexibilitäts-, hierarchie-, markt- oder familienorientiert); (c) Widerstände und Ausmaß der Reflexion; (d) Auswirkung der Reflexion bezogen auf Kompetenzen zur technischen, unternehmenskulturellen und mikropolitischen Passung.Mehrere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die Nutzung von agilen Managementmethoden sowie von KI-Tools häufig nicht zum erwünschten Ziel führt. Je nach Studie trifft dies in 60% – 70% der Fälle zu. Dabei wird in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung der Akzeptanzsicherung eine zentrale Rolle zugeschrieben. Um die Akzeptanz von Informationssystemen zu erklären und zu prognostizieren, wird auf das „Technology-Acceptance-Model“ (TAM) zurückgegriffen. Dabei kommen Metastudien (Kohnke 2015) zu der Erkenntnis, dass zwei Variablen zentralen Einfluss haben: (1) wahrgenommene Nützlichkeit und (2) Leichtigkeit. Weitere Variablen sind: (1) Erfahrung, (2) Freiwilligkeit, (3) Alter, (4) Geschlecht und (5) Anwendertraining und (6) Partizipation. Gondo/Amis (2013) haben aber herausgearbeitet, dass der folgende, auf den ersten Blick paradox scheinende, Zusammenhang auftreten kann: Je höher die Akzeptanz bezogen auf die Nutzung z.B. von IT- oder KI-Tools ist, desto weniger wird über die Umsetzung in dem jeweiligen Kontext reflektiert. Wird die Umsetzung kaum reflektiert, weil das Tool in hohem Maße akzeptiert wird, birgt dies die Gefahr der unbeabsichtigten Entkopplung, d.h. dass der Einsatz des Tools auf der einen Seite sowie die Gegebenheiten der Organisation auf der anderen Seite auseinanderdriften und die Nutzung nicht gelingt. Vor diesem Hintergrund wurde eine empirische Studie (N = 158) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) durchgeführt. 35% waren obere, 21% mittlere – untere Führungskräfte; 10% Projektleiter; 10%, Fachkräfte. Daten aus zwei weiteren Studien (Uni Aachen, 477 N; Uni Murcia/Spanien; 451 N) wurden hinzugezogen. In der Studie (Hauptkomponentenanalyse, Cronbachs Alpha; Pearsons r, Spearmans Rho, lineare Regressionen, ANOVA) wurde u.a. untersucht: (a) Zusammenhang zwischen Akzeptanz bei Mitarbeitern/Führungskräften und Ausmaß der Reflexion, (b) Reflexionsausmaß in Abhängigkeit von der Organisationskultur (flexibilitäts-, hierarchie-, markt- oder familienorientiert); (c) Widerstände und Ausmaß der Reflexion; (d) Auswirkung der Reflexion bezogen auf Kompetenzen zur technischen, unternehmenskulturellen und mikropolitischen Passung.

Zoom Informationen:

Geschützter Bereich

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Bitte gebe dein Passwort ein um den Inhalt freizuschalten.

Zeitfenster der Veranstaltung (1)

Raum 3
-
Kröll