Akzeptanzfördernde Implementierung digitaler Tools in die Arbeitsorganisation: ein integratives Review

Autoren: Rothenbusch, Kauffeld

Kategorie: Technikakzeptanz

Chair: Wilkens

Beitragskurzfassung:
Im Zeitalter der Digitalisierung ist es besonders wichtig zu wissen, wie man Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) effektiv in die Arbeitsorganisation implementieren kann. Häufig werden die fehlende Technologieakzeptanz und -ausnutzung als bedeutsame Hindernisse in der Nutzung von IKT benannt (Jasperson et al. 2005). Es erscheint daher sinnvoll über den gesamten Technologieimplementierungsprozess hinweg Maßnahmen zur Sicherstellung der Technologieakzeptanz einzusetzen (Venkatesh & Bala, 2008). Da die Einführung der IKT als Veränderungsprozess in der Organisation betrachtet kann, sollten dabei Erkenntnisse aus der Organisationsentwicklung berücksichtigt werden.

Der vorliegende systematische Literaturüberblick zeigt auf, a) welche förderlichen und hinderlichen Faktoren die Technologieakzeptanz in den unterschiedlichen Phasen der Technologieimplementierung beeinflussen, b) welche zeitlichen Dynamiken zwischen den Faktoren im Prozess zu berücksichtigen sind und c) inwiefern der Prozess nach bestimmten Charakteristiken wie dem Ziel der Toolimplementierung (z.B. Outsourcen oder Unterstützen von Arbeitsschritten) oder individuellen Merkmalen der Nutzenden (z.B. Alter und Geschlecht) adaptiert werden muss.

Das integrative Review folgt dem Kategorisierungsansatz von Dwertmann und van Knippenberg (2020). Die Datenbasis umfasst empirische quantitative und qualitative deutsch- und englischsprachige veröffentlichte Studien der letzten 20 Jahre zur Implementierung von IKT. Die Daten werden in zwei Schritten kodiert: Erstens werden Studien nach theorie-basierten Eigenschaften kategorisiert, um Aussagen über den Stand der Theoriebildung im Bereich der Technologieimplementierung ableiten zu können. In einem zweiten Schritt werden die Studieninhalte induktiv und nach Schlüsselbegriffen aus dem Change-Management systematisiert, um Erklärungsansätze für bisher ungeklärte Varianz zwischen den Studien geben zu können. Basierend auf beiden Kategorisierungsschritten wird eine Post-hoc Modelintegration und -erweiterung zum Technologieimplementierungsprozess in Organisationen präsentiert, für die eine Forschungsagenda und praktische Implikationen abgeleitet werden.

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Raum 3
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Rothenbusch, Kauffeld