Analyse der Möglichkeiten der Automatisierung und damit einhergehende Auswirkungen in Bezug auf veränderte Anforderungen an Mitarbeitende in High Reliability Organizations

Autoren: Rieth, Hagemann

Kategorie: Technikfolgen und -abschätzung

Chair: Kluth

Beitragskurzfassung:
Automatisierung nimmt, insbesondere in High Reliability Organisationen (HROs) wie z.B. der Luftraumkontrolle, eine immer größere Bedeutung in der Arbeitswelt ein. Die Beschäftigten müssen dabei tagtäglich mit hoch-automatisierten Systemen (bspw. Tools, die Vorschläge zur optimalen Lande-/Anflugreihenfolge machen) gemeinsam und zuverlässig Arbeitsaufgaben bewältigen. Berufliche Rollen wandeln sich und neue Aufgabenbereiche entstehen. Die Zusammenhänge zwischen Automatisierung, der Veränderung von Berufsbildern, neuen (Kompetenz)anforderungen sowie den Konsequenzen für die Arbeitsgestaltung werden bisher, vor allem im High Reliability Bereich, nur unvollständig verstanden. Um weiterhin eine zuverlässige Arbeitsweise dieser Hochverantwortungsgruppen bei zunehmender Automation gewährleisten zu können, ist weitere Forschung nötig, woran das eigene Promotionsprojekt ansetzt. Mit einem Mixed Method Ansatz, aufgeteilt in 7 Arbeitspakete (AP), wird beispielhaft am Beruf der Fluglotsen als eine typische Vertretergruppe einer HRO folgenden Forschungsfragen nachgegangen: Welche veränderten Anforderungen ergeben sich in HROs infolge zunehmender Automatisierung? Wie kann Automation unter Berücksichtigung der neuen Anforderungen und im Sinne eines dem Menschen gleichwertigen Teamplayers möglichst zielführend genutzt werden und wie können die Gefahren der Automation abgewandt werden? Arbeitsplatzbeobachtungen (AP1), Problemzentrierte Interviews mit Fluglotsen (AP2), Expertenworkshops innerhalb der Flugsicherung (AP3a) sowie eine internationale Expertenbefragung (AP3b) und eine Online-Umfrage innerhalb der Flugsicherung (AP4) haben bereits stattgefunden. Zahlreiche unterschiedliche Erkenntnisse liegen folglich vor. Der Austausch im Rahmen der Doktorandenwerkstatt soll zum einen dafür genutzt werden, um die bisherigen Erkenntnisse vorzustellen und zu diskutieren. Zum anderen sollen auf einer Meta-Ebene gemeinsam Ideen generiert werden, wie diese vielseitigen Erkenntnisse später unter einem sinnvollen Mantel wieder zusammengebracht werden können, was aktuell für mich als Promotionsstudentin eine Herausforderung darstellt.

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Raum 1
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Rieth, Hagemann