Anforderungen an die Gestaltung des Arbeitens mit Kollaborationsplattformen aus der Beschäftigtenperspektive

Autoren: Hardwig

Kategorie: Vigilanz und motivationsförderliche Arbeitsgestaltung

Chair: Zülch

Beitragskurzfassung:

Das Arbeiten mit Kollaborationsplattformen, welche eine ort- und zeitunabhängige Zusammenarbeit ermöglichen, hat durch die Corona-Pandemie einen deutlichen Schub erfahren. Aufgrund der Schnelligkeit und Reichweite der Verlagerung der Arbeit in die privaten Haushalte konnte in den Unternehmen vielfach keine ausreichende Implementierung erfolgen. Dies wirft Fragen auf.
Ziel des Beitrags ist es herauszuarbeiten, in welcher Weise das Arbeiten mit Kollaborationsplattformen überhaupt gestaltet werden sollte und Kriterien für eine humanverträgliche Gestaltung guter Arbeit aus der Beschäftigtenperspektive zu benennen.
Grundlage bildet eine Auswertung der Ergebnisse des BMBF-Projektes CollaboTeam, das im Oktober 2020 abgeschlossen wurde. Mit unserer Empirie lässt sich auf der Basis einer Onlinebefragung von 161 Beschäftigten aus drei mittelständischen Unternehmen zweierlei zeigen: Erstens haben der Einsatz von Kollaborationsplattformen und zweitens auch die Qualität der Gestaltung dieses Einsatzes einen signifikanten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten. Auf der Basis qualitativer Interviews diskutieren wir weiterhin, welche Gestaltungsmaßnahmen dabei einen Unterschied ausmachen und welche arbeitsbezogenen Ansprüche die Beschäftigte an die Arbeitsgestaltung artikulieren. Zudem reflektieren wir, welche Maßnahmen in den Betrieben realisiert wurden, um diese Ansprüche zu erfüllen. Ausgewertet wurden insgesamt 70 qualitative Interviews mit Beschäftigten, die Kollaborationsplattformen nutzen, sowie mit Verantwortlichen, die diese betreuen.
Der Beitrag konkretisiert die Anforderungen an die Arbeitsgestaltung für die Nutzung von Kollaborationsplattformen im Unternehmen. Aufgezeigt werden relevante Gestaltungsdimensionen aus der Beschäftigtenperspektive und der Nutzen einer ganzheitlichen Arbeitsgestaltung. Damit verortet sich der Beitrag in der Tradition eines soziotechnischen Ansatzes für eine humanorientierte, ganzheitliche Arbeitsgestaltung. Die identifizierten Gestaltungsdimensionen und ihre verschiedenen Ausprägungen bieten praktische Hinweise, wie kollaborative Anwendungen in Unternehmen gestaltet werden können.


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