Anwendung von digitalem und physischem Kanban in der öffentlichen Verwaltung: Reflexion der Aktions- und Handlungsforschung des Projekts AgilKom

Autoren: Seng, Lahn

Kategorie: Technikakzeptanz

Chair: Schmauder

Beitragskurzfassung:
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Projekts „Experimentierräume in der agilen Verwaltung“ (AgilKom) werden Veränderungsprozesse im öffentlichen Sektor erforscht. Bei zwei Praxisorganisationen wurden betriebliche Lern- und Experimentierräume eingerichtet, in denen der Einsatz agiler Arbeitsformen erprobt wird. Die methodische Grundlage bildet die Aktions- und Handlungsforschung.

In dem Beitrag wird die Anwendung der Methode Kanban im öffentlichen Sektor fokussiert. Zentrale Prinzipen von Kanban sind die Visualisierung des Flusses der Arbeit, die Begrenzung der Menge angefangener Arbeit (work in progress) sowie die Messung von Durchlaufzeiten (Law & Lárusdóttir, 2015). Kennzeichnend ist weiterhin eine am Kaizen orientierte Haltung der kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen (Jordan, 2019). Die bisherigen Forschungsergebnisse zeigen, dass es sich bei Kanban um eine Methode handelt, die niederschwellig in öffentlichen Organisationen eingeführt werden kann und damit einen guten Einstieg bei der Implementierung agiler Arbeitsformen leistet. Aufgrund der Zunahme virtueller Zusammenarbeit, u. a. aufgrund der Corona-Pandemie, gewinnt der Einsatz digitaler Kanban-Anwendungen an Bedeutung.

Im Projekt AgilKom wurde die Methode Kanban bei den Praxisorganisationen in Methodenworkshops vermittelt und anschließend durch einzelne Teams selbstständig erprobt. Im Rahmen des Beitrags werden die Anwendungserfahrungen berichtet und reflektiert. Dabei geht es um die Fragestellungen, für welche Arbeitsfelder des öffentlichen Sektors die Anwendung von physischem und digitalem Kanban sinnvoll ist und welche Faktoren eine erfolgreiche Nutzung begünstigen. Im Hinblick auf digitales Kanban wird untersucht, wie die Technikakzeptanz erhöht werden kann. Des Weiteren erfolgt eine kritische Diskussion zu Herausforderungen bzw. Defiziten der Methode. Die empirische Basis des Beitrags bilden qualitative Expertinnen- und Experteninterviews, die inhaltsanalytisch ausgewertet werden (Mayring, 2015).

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Raum 6
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Seng, Lahn