Arbeits- und Sozialpsychologische Fragen an die Gestaltung von Mensch-Roboter-Teams

Autoren: Hoffmann

Kategorie: Menschengerechte Gestaltung digitaler Assistenten: Psychologische Konsequenzen der Interaktion zwischen Mensch, Roboter und Automation

Chair: Ontrup

Beitragskurzfassung:
Wenn die Anzahl von Robotern am Arbeitsplatz ansteigt, werden in Zukunft immer mehr Menschen bei der Arbeit mit Robotern konfrontiert sein. Neben technischen und ergonomischen Herausforderungen, die die Integration von Robotern am Arbeitsplatz darstellen, sollten auch psychologische Konsequenzen für die betroffenen Mitarbeitenden beachtet werden. Es existieren bereits zahlreiche Hinweise darauf, dass Roboter durch ihre spezielle Verkörperung und Ko-Existenz in der natürlichen Umgebung des Menschen, andere Reaktionen hervorrufen, als einfache Werkzeuge oder Maschinen. Besonders der menschenähnlichen Gestaltung von Robotern wurde bislang große Aufmerksamkeit geschenkt. Nicht zuletzt, weil eine erleichterte Interaktion mit der Technologie anhand einer anthropomorphen Schnittstelle angenommen wird. Allerdings können mit der menschenähnlichen Gestalt auch erhöhte Erwartungen, Fehleinschätzungen und ggf. unangemessene Bindungen entstehen, die besonders im Arbeitskontext unerwünscht, wenn nicht gefährlich sein können.

Im Rahmen dieses Positionspapiers werden daher die Möglichkeiten, wie auch Vor- und Nachteile, des Einsatzes anthropomorpher Hinweisreize für Roboter am Arbeitsplatz diskutiert. Darüber hinaus wird thematisiert, welche Arbeits- und Sozialpsychologischen Fragestellungen relevant werden, wenn Menschen und Roboter im Team arbeiten. Dies basiert auf der Annahme, dass sich bestehende Theorien über das zwischenmenschliche Zusammenleben auch auf den Umgang mit Technologien wie Computer oder Roboter anwenden lassen, sofern diese über soziale Hinweisreize wie z.B. Interaktivität, natürliche Sprache, oder die Übernahme einer menschlichen Rolle verfügen.
Zu diesem Zweck werden bestehende Annahmen über die Informationsverarbeitung und motivationale Effekte in menschlichen Teams herangezogen und hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf Mensch-Roboter-Teams geprüft. Daraus wird eine Forschungsagenda für die Untersuchung von Mensch-Roboter-Interaktion am Arbeitsplatz abgeleitet.

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Raum 1
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Hoffmann