Arbeitswissenschaftliche Prozessoptimierungen vor dem Hintergrund pädagogischer Interaktionsarbeit am Beispiel des Kinder- und Jugendhilfezentrums Groß Börnecke

Autoren: Pfahl, Schmicker, Schulze

Kategorie: Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit

Chair: Kampmann

Beitragskurzfassung:
Das vom BMBF geförderte interdisziplinäre Verbundvorhaben KiJuAssistenz untersucht den Einfluss digitaler Assistenzsysteme auf pädagogische Arbeitsprozesse in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in Kindertagesstätten. Ziel ist es, die komplexe Interaktionsarbeit in Einrichtungen der Bildung, Erziehung und Betreuung digital zu unterstützen und so die vielfältigen Arbeitsbelastungen, mit denen sich pädagogische Fachkräfte zunehmend konfrontiert sehen, zu optimieren. Dazu bildet das seit mehreren Jahren genutzte Assistenzsystem „Digitales Tagebuch“ des Kinder- und Jugendhilfezentrum Groß Börnecke den empirischen Grundstein der Untersuchung, wodurch mehrere tausend Tagesdokumentationseinträge des pädagogischen Personals zur Verfügung stehen. Die daraus gewonnenen quantitativen Erkenntnisse werden vertieft durch qualitative Analysen, welche Aufschluss über bestehende Belastungsaspekte geben, und erlauben so eine facettenreiche Perspektive auf pädagogische Arbeitsprozesse. Ergänzend dazu identifiziert eine Arbeitsprozessaufnahme typische Beanspruchungssituationen, die vor dem Hintergrund einer Effizienzsteigerung optimiert werden sollen. Dementsprechend ist es möglich, im Zuge von KiJuAssistenz das Forschungsdesiderat im Bereich von arbeitswissenschaftlichen Prozessoptimierungen vor dem Hintergrund pädagogischer Interaktionsarbeit näher zu beleuchten. Mit weitreichenden Folgen: Erziehungsprozesse werden neu gedacht, wodurch bisher administrativ genutzte Dokumentationseinträge zu lebensweltnahen Hilfestellungen avancieren. Gleichzeitig wird so das Potential des digitalen Assistenzsystems ausgenutzt.
Ziel von KiJuAssistenz ist es, neue digitale Interaktionsformate zu entwickeln, welche wesentlich am Erziehungsprozess beteiligte Akteure adressieren. Hierfür forciert die Prozessoptimierung im ersten Schritt den digitalen Wissens- so Erfahrungsaustausch der ErzieherInnen untereinander. Weiterführend wird im Anschluss eine aktive Partizipation der Kinder und Eltern einschließlich tangierender Netzwerkpartner wie Schulen und (Jugend-)Ämtern ermöglicht.

(InWiGe-Session)

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Raum 2
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Pfahl, Schmicker, Schulze