Auswirkungen des dynamischen Sitzens auf Wohlbefinden, Leistung und Gesundheit

Autoren: Bührer, Schmauder

Kategorie: Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit

Chair: Kluth

Beitragskurzfassung:
Das Projekt OPC (Own Personal Care) an der Professur für Arbeitswissenschaft, TU Dresden befasst sich mit den Ursachen von physisch bedingten Arbeitsausfällen, speziell Muskel-Skelett-Erkrankungen, um nachfolgend mögliche Lösungen im Bereich der Prävention aufzuzeigen.
Laut dem Arbeitsschutzgesetz sind die Arbeitsbedingungen auf eine Weise zu gestalten, in der eine Gefährdung für das Leben sowie der psychischen und physischen Gesundheit nicht besteht oder zumindest möglichst gering gehalten wird.
Arbeitsunfähigkeit (Absentismus), Leistungseinbußen (Präsentismus) und Ressourcenverluste durch vorzeitige Berentung aufgrund von physischen Erkrankungen haben zudem in den letzten Jahren in erheblichem Umfang zugenommen. In den Industrieländern üben bis zu 72% der Bevölkerung eine sitzende Tätigkeit von bis zu 12 h/ Tag aus (OECD, 2014). Vor allem Büroangestellte verbringen den größten Teil ihrer Arbeitszeit (rund 75%) in Sitzhaltungen, wobei das Risiko von Schmerzen im unteren Rückenbereich mit längerem Sitzen in ungünstigen Körperhaltungen steigt.
Somit liegt der Schwerpunkt des Projekts OPC darin, sich mit den Erkrankungen befassen, die durch sitzende Tätigkeiten entstehen. Neben Erkrankungen des Stütz-und Bewegungsapparates durch Bewegungsmangel und ungünstige Belastungen besteht auch ein Zusammenhang zwischen arbeitsbedingtem Sitzen und psychosomatischen Beschwerden. Hierdurch entstehen sowohl Fehlzeiten in Form von Arbeitsunfähigkeits-Tagen, als auch eine Beeinträchtigung der Lebensqualität durch Rückenbeschwerden bis hin zu einem höheren Sterberisiko (Hidde, P., Van der Ploeg, 2012).
In dem Vorhaben sollen verlässliche Erkenntnisse entstehen, welche Wirkungen durch einen häufigen Wechsel der Sitzhaltung erzielt werden können und welche technischen Gestaltungsprinzipien diesen Wechsel fördern.
Das Projekt soll verlässliche Erkenntnisse liefern, um die von meist sitzenden Tätigkeiten entstehenden Krankheiten reduzieren zu können. Dies soll einen gesundheitlichen Mehrwert für Arbeitnehmer schaffen, aber auch für Versicherungen und Unternehmen, welche durch Muskel-Skelett-Erkrankungen jährlich Einbußen in Milliardenhöhe verzeichnen müssen.

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Raum 2
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Bührer, Schmauder