CUELA Modul bewegungsarme Verhaltensweisen – Entwicklung eines messtechnischen Methodeninventars zur Erfassung und Bewertung bewegungsarmer Verhaltensweisen

Autoren: Schellewald, Ellegast, Schiefer, Weber, Heinrich, Hermanns, Heßling

Kategorie: Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit

Chair: Schweppe

Beitragskurzfassung:
Der Wandel der modernen Arbeitswelt bedingt eine Verschiebung des Aufkommens von physisch stark belastenden Tätigkeiten zu bewegungsarmen Verhaltensweisen. Insbesondere die Arbeit an Büro- und Bildschirmarbeitsplätzen trägt zum Aufkommen bewegungsarmer Verhaltensweisen und somit maßgeblich zur individuellen physischen Inaktivität bei, welche wiederum als eigenständiger Risikofaktor in Zusammenhang mit der Entstehung chronischer Erkrankungen des kardiovaskulären sowie Muskel-Skelett-Systems steht. Bei der Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung für die Büroarbeit wird jedoch das tatsächliche Bewegungsverhalten am Arbeitsplatz selten in Betracht gezogen. Die Ergebnisse eines abgeschlossenen PEROSH-Verbundprojekts zu „sedentary work“ geben hier konkrete Hinweise, welche unterschiedlichen Messtechnikansätze in drei Kategorien in Betracht zu ziehen sind. Zudem sollen automatisierte Analysen die Gefährdungsbeurteilung ermöglichen und somit eine effektive Grundlage für die Erstellung und Anwendung von Empfehlungen zur Prävention von bewegungsarmen Verhaltensweisen am Arbeitsplatz schaffen.
Ziel dieses Projektes ist es daher, ein auf dem CUELA-Messsystem und dem PEROSH-Ansatz basierendes Methodeninventar zur Erfassung und Bewertung von bewegungsarmen Verhaltensweisen zu erstellen. Durch die Weiterentwicklung vorhandener CUELA-Messsysteme sollen drei unterschiedliche Erfassungs- und Bewertungsinstrumente mit unterschiedlichen Detaillierungsgraden für verschiedene Anwendergruppen (Praktiker, Experten, Wissenschaftler) und verschiedene Anwendungszwecke (Gefährdungsbeurteilung, Quantifizierung von Interventionseffekten) entstehen. Die Komplexität der Verfahren soll von der Erfassung des generellen Bewegungsverhaltens über eine Differenzierung zwischen Bewegungen des Ober-/Unterkörpers und zusätzlicher Erfassung physiologischer Kennwerte bis zur komplexen, lokalisationsbezogenen Bewertung reichen. Die Wirksamkeit der weiterentwickelten Messsysteme sollen in einfachen Laboruntersuchungen überprüft werden.

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Raum 5
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Schellewald et al.