Das erweiterte Arbeitssystem als Grundlage für die Entwicklung eines AR-Lernmediums zur Nutzung von Handlungsfehlern für Lernprozesse in der betrieblichen Ausbildung

Autoren: Goppold, Tackenberg, Frenz, Nitsch

Kategorie: AR- und VR-gestützte Ausbildung

Chair: Kluge

Beitragskurzfassung:
Technologien wie AR bieten Chancen zur lernwirksamen Nutzung in Lern-und Arbeitsprozessen der dualen Ausbildung. Mittels Virtualisierung von simulierten Fehlerfolgen aus vorangegangenen Handlungsfehlern lassen sich reale Arbeitsprozesses um eine augmentierte Dimension erweitern. Somit ist es möglich, die sonst durch Ausbildungspersonal verhinderten Konsequenzen für den Lernprozess zu nutzen.
Der Beitrag betrachtet die Frage, wie ausgehend von empirisch erhobenen betrieblichen Ausbildungsprozessen der gewerblich-technischen Domäne die technische Systementwicklung eines AR-Mediums zur Umsetzung der einleitenden Idee mit arbeitswissenschaftlichen Methoden gestaltet werden kann.
Als Basis dient das erweiterte Arbeitssystem nach Schlick et al. (2018), welches Strukturinformationen des Tätigkeitsanalyseinventars (Frieling et al., 1993) auf Ebene des Arbeitsplatzes in einer konkreten Lern- und Arbeitsaufgabe sowie Fachinterviews (vgl. Niethammer, 2005) mit Arbeitsprozessmodellierungen unter Rückgriff auf erweiterte ereignisgesteuerte Prozessketten (Keller et al., 1992) der willentlich bewusst ausgeführten Arbeitshandlungen in einer systemtheoretischen Betrachtung aggregiert. Dabei wird die Arbeitshandlung so durch die Diskretisierung aufbereitet, dass technisch messbare Zustandsbeschreibungen entstehen.
Auf der Systembeschreibung des Arbeitsprozesses aufbauend können disziplinübergreifende Diskussionen im Rahmen des Produktentstehungsprozesses geführt werden sowie darauf aufbauend Lern- und Arbeitsaufgaben konzipiert werden. Die daraus resultierenden Vorteile für die Perspektiven der Didaktik, des Maschinenbaus als Anwendungsfeld, der Informatik als Umsetzungsdisziplin des Lernmediums sowie arbeitswissenschaftlichen Fragen werden im Beitrag aufgezeigt.
Der Beitrag stellt die beschriebene Methodik an einem Demonstrator als Teil des technischen Entwicklungsprozesses sowie den zukünftigen realen Anwendungsfällen aus der Zerspanung sowie Kunststofftechnik dar.

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Raum 1
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Goppold et al.