Den passenden Rahmen schaffen: Berücksichtigung organisationaler Klimafacetten bei der Wirkung von transformationaler Führung auf das Wohlbefinden von Geführten und Führungskräften

Autoren: Wittmers, Emmerich, Steidelmüller

Kategorie: Wohlbefinden, mentale & körperliche Beanspruchung

Chair: Sträter

Beitragskurzfassung:
Transformationale Führung hat in seiner Wirkung auf vielfältige individuelle und organisationale Outcomes große Aufmerksamkeit in Forschung und Praxis erlangt. Neben den vielfach bestätigten positiven Effekten darf aber nicht vergessen werden, dass es sich um einen Führungsstil handelt, der besonderen Einsatz und Ressourcen von Führungskräften und Geführten erfordert. Dies zeigt sich auch in den nicht eindeutigen Befunden im Zusammenhang mit Wohlbefinden und Gesundheit. Der Zusammenhang zur Gesundheit der Führungskräfte selbst wurde zudem bisher weitestgehend außer Acht gelassen. Darüber hinaus spielt der Kontext, in dem Führung sich bewegt, in der Forschung nur eine untergeordnete Rolle. Wir adressieren diese Forschungslücken, indem wir die moderierende Rolle drei organisationaler Klimafacetten – Unterstützung, Lernen aus Fehlern und Leistungsdruck – als förderliche oder hinderliche Kontextvariablen für die Wirkung von transformationaler Führung auf emotionale Erschöpfung und Arbeitsengagement von Geführten und Führungskräften untersuchen. Unsere vorläufige Stichprobe aus der momentan noch laufenden Datenerhebung besteht aus 39 Führungskräften und 299 Geführten aus sechs verschiedenen Organisationen. Mithilfe von aggregierten Klimawerten und Multi-Level-Analysen, mit denen wir der genesteten Struktur unserer Daten gerecht werden, konnten wir erste Hinweise erlangen, dass die beiden positiven organisationalen Klimafacetten Unterstützung und Lernen aus Fehlern verstärkende Effekte auf die in dieser Studie grundsätzlich positiven gesundheitlichen Wirkungen transformationaler Führung haben. Organisationaler Leistungsdruck als Klimafacette mit Anforderungs- bzw. Belastungscharakter hingegen limitiert diese Wirkung. Dies kann auch als Verstärkung des anfordernden Charakters von transformationaler Führung interpretiert werden. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung einer ganzheitlichen und langfristig orientierten Verhältnisprävention innerhalb von Organisationen.

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Raum 4
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Wittmers, Emmerich, Steidelmüller