Die 360°-Analyse – ein Werkzeug zur ganzheitlichen Beurteilung der Einführung und Nutzung von Lean-Management-Methoden

Autoren: Conrad, Lennings, Weber

Kategorie: Vigilanz und motivationsförderliche Arbeitsgestaltung

Chair: Brombach

Beitragskurzfassung:
Die Stärkung der eigenen Wettbewerbsposition und Wirtschaftlichkeit sind elementar für Bestand und nachhaltiges Wachstum von Unternehmen. Hierzu ist neben innovativen Produkten und Dienstleistungen auch die Gestaltung sicherer, robuster und verschwendungsarmer Prozesse unabdingbar. Als ein entscheidender Erfolgsfaktor zur Erreichung dieser Ziele arbeiten viele Unternehmen seit den 1990er Jahren mit Ganzheitlichen Produktionssysteme (GPS). Hierzu gehört unter anderem die Nutzung von Lean-Management-Methoden, wie etwa 5S. 5S stehet für fünf aufeinander aufbauende Schritte: Selektieren, Sortieren. Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin und gilt als Basis zur Einführung weiterer Lean-Management-Methoden. Die 5S-Methode ist sowohl in der industriellen Produktion und in den angrenzenden Bereichen, aber auch in administrativen Bereichen zielführend einzusetzen. 5S ist betrieblichen Praktikern bereits seit langem vertraut, die Potenziale klar erkennbar und überzeugend, die Umsetzung erscheint einfach. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig, dass eine flächendeckende Nutzung nicht gegeben ist und Initiativen nach anfänglichen Erfolgen oft schnell wieder an Bedeutung verlieren.
Die 360°-Analyse ist entwickelt worden, um die Einführung, die Ergebnisse sowie die Pflege und Weiterentwicklung von 5S auf betrieblicher Ebene zu reflektieren. Hierzu werden sowohl die Einstellungen und Meinungen von Geschäftsleitung und Management als auch die Perspektive der Mitarbeiter berücksichtigt, daher der Teilbegriff 360°. Aufbauend auf strukturierten qualitativen und quantitativen Analyseergebnissen lassen sich Handlungsfelder und Verbesserungsmaßnahmen zur nachhaltigen Gestaltung von 5S ableiten. Die Analyse eignet sich explizit für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Sie ist einfach aufgebaut, leicht verständlich und mit vertretbarem Aufwand anwendbar.
Im Beitrag werden die Anwendung und die verwendeten Analysetools beschrieben. Das Vorgehen hierzu wurde in Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie von den Autoren erfolgreich erprobt.
Im Beitrag kann daher auch auf Anwendungserfahrungen und kumulierte Ergebnisse der Analysen eingegangen werden.

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Raum 6
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Conrad, Lennings, Weber