Die erfolgreiche Transformation der Landwirtschaft hin zur elektrischen Feldbewirtschaftung: Erfolgsförderliche und erfolgshinderliche Faktoren des Veränderungsprozesses unter differenzieller Betrachtung verschiedener Akteursgruppen

Autoren: Olvermann, Reis, Kauffeld

Kategorie: Technikfolgen und –abschätzung

Chair: Bengler

Beitragskurzfassung:
Neben anderen Branchen (z.B. Automobilindustrie) steht auch die deutsche Landwirtschaft vor der Herausforderung klimapolitischen Zielen gerecht zu werden. Die Feldbewirtschaftung durch elektrische Antriebe stellt eine Möglichkeit zur Senkung der Treibhausgasemissionen dar. Geprägt ist diese Umstellung vom Einsatz neuer Technologien und einem hohen Digitalisierungsgrad, was mit weitreichenden Folgen für die handelnden Personen und ihrer Arbeit einhergeht.

Basierend auf der Theorie der sozialen Gestaltung von Technologie (Williams & Edge,1996)wird davon ausgegangen, dass unterschiedlichen Akteursgruppen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklungs- und Implementierungsprozesse von Technologien nehmen. Demnach soll der Frage nachgegangen werden, welche Hindernisse und Erfolgsfaktoren aus unterschiedlichen Perspektiven für den Veränderungsprozess innerhalb der Energiewende als zentral angesehen werden und inwiefern diese Ansichten von unterschiedlichen Akteuren geteilt werden.

Datengrundlage sind halbstrukturierte Interviews mit zwei relevanten Akteursgruppen: Landwirt/innen(N=13) und Experten aus Forschung, Wirtschaft und Politik(N=12). Ein Fokus lag hierbei auf Rahmenbedingungen für den Veränderungsprozess zur elektrischen Feldbewirtschaftung. Die Interviews wurden wörtlich transkribiert und Kategorien mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring(2010) entwickelt. Ziel der Untersuchung ist die vertiefende Erläuterung von förderlichen und hinderlichen Faktoren wie auch ein weiterführender, quantitativer Vergleich zwischen den Gruppen.

Angelehnt an das multidimensionale Verständnis von Veränderungsprozessen (Holt & Vardaman, 2013) zeigt sich eine Vielfalt an individuellen (z.B. Veränderungsbereitschaft), interpersonellen (z.B. int. Kollaboration) und strukturellen Faktoren (z.B. Subventionen), die nach Angaben der Akteure den Prozess je nach Ausprägung begünstigen oder behindern können. Dabei beziehen sich Landwirt/innen v.a. auf strukturelle Faktoren, während die Experten verstärkt interpersonelle Faktoren thematisieren. Die Ergebnisse werden bzgl. ihrer Bedeutung zur Gestaltung von bestmöglichen Rahmenbedingungen und partizipativen Methoden diskutiert

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Raum 3
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Olvermann, Reis, Kauffeld