Gestaltung eines Phasenmodells zur Entwicklung digital vernetzter Geschäftsmodelle – Schnittstelle zwischen Kompetenzentwicklung und strukturierter Ablauforganisation

Autoren: Beiner, Trabert

Kategorie: Entwicklung hybrider Geschäftsmodelle

Chair: Jeske

Beitragskurzfassung:
Unternehmen stehen vor der Herausforderung, dass die Grenzen zwischen materiellen Produkten und immateriellen Dienstleistungen zunehmend verschwimmen(1). Dies beeinflusst deren Geschäftsmodelle in wesentlichem Ausmaß. Neben den Produktentwicklungsprozessen betrifft die Geschäftsmodellinnovation hybrider Produkt-Service-Systeme auch Bereiche der Aufbauorganisation sowie die Befähigung der Mitarbeiter mit notwendigen Kompetenzen(2, 3).

Modelle zur klassischen als auch agilen Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, sowie neuen Geschäftsmodellen sind in der Literatur weit verbreitet(4–6). Diese eignen sich jedoch weniger zur entwicklungsphasenabhängigen Verortung von notwendigen Kompetenzen, geeigneten Methoden oder Möglichkeiten der strukturellen Adaption in Unternehmen, die digital vernetzte Geschäftsmodelle entwickeln möchten. Zudem sind bestehende Modell häufig sehr feingliedrig dargestellt, was die Komplexität der Integration der verschiedenen Aspekte weiter erhöht.

Zu diesem Zweck entwickelten die Autoren im Rahmen des Verbundprojektes AgilHybrid ein schnittstellenübergreifendes Phasenmodell zur Integration von erforderlichen Prozessen, Strukturen, Methoden und Kompetenzen. Das Modell bietet einen Mehrwert als praktischer Leitfaden zur Orientierung und Gestaltung neuer Geschäftsmodelle. Der Aufbau besteht aus den einzelnen Schritten der Problemidentifikation, Ideenphase, Validierung und Realisierung. Hervorzuheben ist die Unterstreichung der externen Umwelt, welche durch eine Rückkopplung speziell in der Validierungsphase geschieht. Das bedeutet, dass mit jeder Iteration der Reifegrad des Geschäftsmodells steigt.

Der Aufbau und die Struktur des Modells orientiert sich dabei an einer hybriden Arbeitsmethodik, woraus zwar die Abfolge der Schritte sequentiell erfolgt, jedoch die Zusammenarbeit und die vereinzelte Abarbeitung diverser Phasen agil vonstattengeht. Der zielgerichtete und iterierte Kundenkontakt kann zukünftig Probleme vorbeugen und die Transparenz innerhalb der gesamten Entwicklungsphase verbessern. Hieraus entsteht ein übertragbarer und auf alle Aspekte anwendbarer Rahmen.

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Raum 4
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Beiner, Trabert