Digitalisierung und neue Arrangements von Organisation, Profession und Klient in der Sozialen Dienstleistungsarbeit: Homeoffice in der Kinder- und Jugendhilfe

Autoren: Völz, Evans

Kategorie: Arbeit in der Sozialwirtschaft und die digitale Transformation

Chairs: Zink und Fischer

Beitragskurzfassung:
Die Digitalisierung hat in der Kinder- und Jugendhilfe, einem bedeutenden Feld sozialer und interaktiver Dienstleistungsarbeit,an Bedeutung gewonnen. Seit der Covid-19-Pandemie haben sich in diesem Bereich die Arbeitsbedingungen weiter verändert: Meist gänzlich unvorbereitet wurden Anbieter von sozialen Dienstleistungen von einem Innovationsdruck zur Umsetzung digitaler Unterstützungsangebote überrascht, häufig mussten zudem Homeoffice-Möglichkeiten für die Beschäftigten zeitnah improvisiert werden.Bereits 2019 konnte das IAT in einer qualitativen Erhebung zeigen,dass viele Beschäftigte aus der Branche zwar regelmäßig das Homeoffice nutzen, in den meisten Fällen jedoch informell, somit ohne Absprachen mit Vorgesetzten und ohne kodifizierte Regelungen (Völz/Evans/Hilbert 2019). Während für andere Branchen und Berufe entsprechende Analysen zu den Rahmenbedingungen von Homeoffice und den Auswirkungen auf Arbeitsorganisation, Arbeitsbelastungen sowie auf Gestaltungs- und Regulierungserfordernisse vorliegen, liegen für den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bislang kaum empirische Erkenntnisse vor. Im Zuge der COVID-19 Pandemie ist der Bedarf an sozialer Unterstützung bei den Klienten gestiegen, gleichzeitig mussten Aufgaben und Tätigkeiten der Beschäftigten in noch größerem Umfang vom Homeoffice aus erledigt werden. In einer empirischen Untersuchung (Online-Erhebung, N= 995) hat das IAT erhoben, welche Auswirkungen die Arbeit im Homeoffice in der Kinder- und Jugendhilfe a) auf die Flexibilisierung von Arbeitszeiten und Arbeitsaufgaben, b) auf Arbeitsbelastungen und -ressourcen der Beschäftigten sowie c) auf die Versorgungsqualität der Klienten aus subjektiver Perspektive der Befragten hat. Der Beitrag zeigt exemplarisch am Fall des Homeoffice in der Kinder- und Jugendhilfe auf, wie der Bedeutungsgewinn digitaler Informations-, Kommunikations- und Betreuungsaktivitäten bisherige Arrangements zwischen Oragnisation, Profession und Klienten auch jenseits bisheriger  in der Praxis genutzter digitaler Kommunikationsangebote (z.B. Online-Beratung)verändert und welche arbeitspolitischen Gestaltungsherausforderungen dies impliziert.

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Raum 5
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Völz, Evans