Dimensionen gemeinwohlorientierter Arbeit und Organisation

Autoren: Unterrainer

Kategorie: Dimensionen des Wandels von Arbeit und Gesellschaft: Kritische Perspektiven der Angewandten Psychologie

Chair: Hornung

Beitragskurzfassung:
Die Analyse politisch-ökonomischer und psychologischer Hindernisse eines sozial- ökologischen Wandels bedarf der Ergänzung durch Modelle alternativen, nachhaltigen und sozial verantwortlichen Organisierens und Wirtschaftens. Als Beispiel eines solchen Gegenentwurfs und Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis, widmet sich dieser Beitrag den Dimensionen gemeinwohlorientierter Arbeit und somit positiven Potentialen des Wandels.

Dabei wird der Fokus auf alternative Wirtschaftskonzepte gelegt, welche von globalisierungskritischen Bewegungen wie der Gemeinwohlökonomie (Felber, 2018) oder der Solidarischen Ökonomie (Exner, 2019) vertreten werden. Diese verfügen über das Potential, gesellschaftliches und ökologisches Wohlergehen nachhaltig zu fördern und antidemokratischen Tendenzen entgegenzuwirken. Die humane Arbeitsgestaltung in Unternehmen spielt dabei eine zentrale Rolle.

Konkret wird die Gemeinwohl-Matrix, ein Organisationsentwicklungsinstrument der Gemeinwohlökonomie, vorgestellt. Mit der Gemeinwohl-Matrix wird der Beitrag des Unternehmens anhand von vier Dimensionen definiert und bewertet: 1) Menschenwürde, 2) Solidarität und Gerechtigkeit, 3) ökologische Nachhaltigkeit und 4) Transparenz und Mitentscheidung. Ziel ist, die Wirkungen unternehmerischer Tätigkeit auf das Gemeinwohl sichtbar zu machen. Dazu werden die Beziehungen zu allen Steakholder/innen (Lieferant/innen, Eigentümer/innen, Finanzpartner/innen, Mitarbeiter/innen, Kund/innen, Mitunternehmen/innen) und zum gesellschaftlichen Umfeld hinsichtlich der vier Dimensionen (Werte) beschrieben. In einem Bericht wird dokumentiert, wie diese Werte in Bezug auf die Steakholder/innen im Unternehmen umgesetzt werden, und wie und in welchen Bereichen, eine werteorientierte Weiterentwicklung angestrebt werden kann (und soll). Dieser Bericht und die Bewertung der Matrix bilden die Gemeinwohl-Bilanz, die im Internet veröffentlicht wird. Mit Unternehmen wie Sonnentor, Lilly Deutschland GmbH, Stadtwerke München, Sparda Bank München eG oder Vaude sind nur einige von vielen Organisationen genannt, die mittlerweile eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen und den Weg eines sozial-ökologischen Wandels eingeschlagen haben.

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Raum 5
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Unterrainer