Entwicklungspotenziale der Künstlichen Intelligenz für die Mensch-Roboter-Kollaboration

Autoren: Schüth, Weber, Peifer

Kategorie: Digitale Assistenten

Chair: Schwaninger

Beitragskurzfassung:
Die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) steht für die direkte Interaktion von Mensch und Roboter in einem gemeinsamen Arbeitsraum zur gleichen Zeit. Die heutige Forschung fokussiert sich stark auf physische Auswirkungen des MRK-Einsatzes, was sich etwa in der ISO/TS 15066 ausdrückt. Zur Gewährleistung einer sicheren MRK müssen viele Einschränkungen getroffen werden, welche die Sicherheit fördern – so etwa die Leistungs- und Kraftbegrenzung des Roboters oder die Begrenzung möglicher zu nutzender Endeffektoren. Wesentlich wird die Sicherheit ermöglicht durch eine schwach ausgeprägte Form der Künstlichen Intelligenz (KI), die basierend auf Algorithmik und unter Einsatz von Sensorik und Aktorik das Verhalten des Roboters adäquat steuert.

Bislang gibt es keine (verbindliche) Norm etc. zum Umgang mit psychischen Auswirkungen der MRK – diese Aspekte stehen nicht im Fokus der Forschung. Beispiele kritischer Folgen des MRK-Einsatzes auf die Psyche stellen den vermuteten Eigensinn der Technik und eine mögliche soziale Isolation bei der ausschließlichen Zusammenarbeit mit dem Roboter dar. Deshalb bedarf es bei der Entwicklung zukünftiger starker KI insbesondere der Beachtung psychologischer Aspekte. So soll etwa die Erwartungskonformität der Roboterhandlungen erhöht und dabei verstärkt ein menschliches Verhalten imitiert werden, welche die Akzeptanz der MRK steigern und zudem das Einsatzspektrum der MRK stark ausweiten können. Ergänzend dazu verspricht die Weiterentwicklung hin zu einer starken KI ebenfalls das Potential einer erhöhten Sicherheit im kollaborierenden Zusammenwirken zwischen Mensch und Roboter. Auf Basis Maschinellen Lernens entwickelt sich die Möglichkeit, Interaktionen noch sicherer werden zu lassen, was mitunter auf die Lernfähigkeit des Systems zurückzuführen ist. Eine sichere Interaktion kann daraufhin zudem mit einer Steigerung der Nutzerakzeptanz einhergehen. Ausgehend von einer Darstellung des aktuellen KI-Entwicklungsstandes bei MRK und des Potentials Maschinellen Lernens soll der Beitrag Anregungen zur Weiterentwicklung, insbesondere unter Berücksichtigung psychologischer Empfehlungen geben.

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Raum 4
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Schüth, Weber, Peifer