Erfolgsfaktoren für den Lern- und Wissenstransfer ökonomisch erfassen

Autoren: Mehner

Kategorie: Freie Themen

Chair: Sträter

Beitragskurzfassung:
Im heutigen Zeitalter der Globalisierung und des raschen technologischen Fortschritts sehen sich Organisationen zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Die Weiterbildung von Mitarbeitenden gilt als zentrales Element, um die Auswirkungen dieser Herausforderungen zu bewältigen. Jedoch zeigen Forschungsergebnisse, dass nur zwischen 10% und 34% des dort Gelernten nachhaltig in den Arbeitsalltag transferiert wird. Aus der Literatur sind Faktoren bekannt, die einen Einfluss auf den Transfer haben, sogenannte Lerntransferfaktoren. Eine Schlüsselrolle als Mediator nehmen dabei die Transfermotivation und -volition ein. Neben dem Transfer von Wissen aus der Weiterbildung in die Praxis ist auch die Weitergabe des Wissens an Kollegen und Kolleginnen relevant. Durch Wissensweitergabe kann organisationales Lernen erreicht werden, welches sich positiv auf die Organisation auswirkt. Thema dieses Promotionsvorhabens ist es daher Ansätze zu finden, wie der Transfer von Wissen aus Weiterbildungen in den Arbeitsalltag gesteigert und die Wissensweitergabe unter Kollegen gefördert werden können.

Mit Fragebögen wie z.B. dem (G)LTSI können die Lerntransferfaktoren und die Transfermotivation erfasst werden. Massenberg, Schulte und Kauffeld (2017) konnten zeigen, dass die Variablen des GLTSI ca. die Hälfte der Varianz an der Transfermotivation aufklären, was nahelegt, dass relevante Lerntransferfaktoren in dem Instrument noch nicht berücksichtigt werden. Darüber hinaus wurde in bisherigen Studien die Wissensweitergabe z.B. an Kollegen im Anschluss an Weiterbildungen nicht betrachtet. Aufbauend auf 29 Interviews in Handwerksbetrieben wurden daher 16 weitere Lerntransfererfolgsfaktoren (z.B. der Gruppenaffekt und die Kompetenz des Trainers) identifiziert, die zur Itemformulierung genutzt werden. In einer Fragebogenstudie mit 600 Probanden werden diese und ihr Einfluss auf die Transfermotivation, die Transfervolition, den Lerntransfer und die Wissensweitergabe im Unternehmen untersucht. Darüber hinaus entsteht ein validiertes Instrument zur Erfassung des Lern- und Wissenstransfers. Durch einen modularen Aufbau soll erreicht werden, dass das Instrument praxistauglich und ökonomisch ist.

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