Ergebnisse laborexperimenteller Untersuchungen zu Wirkungen von trockener Luft am Arbeitsplatz

Autoren: Gebhardt, Keuchel, Bux

Kategorie: Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit

Chair: Ellegast

Beitragskurzfassung:
Im Rahmen laborexperimenteller Untersuchungen wurde eine aussagekräftige Datengrundlage zur Beschreibung und Beurteilung des Phänomens ´Trockene Luft´, wie es an Büroarbeitsplätzen insbesondere in den Wintermonaten zu beobachten ist, erstellt.

Die Probandenversuche wurden in zwei Versuchsserien jeweils im Frühjahr in der Klimakammer der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin am Standort Dortmund durchgeführt.

Dabei konnten mit den jeweils vorgegebenen 2 Raumtemperaturen (20°C/24°C), 2 relativen Luftfeuchten (20%/40%) sowie 2 Strömungsgeschwindigkeiten (etwa 0,04 m/s/0,12 m/s) insgesamt 8 Bedingungskonstellationen systematisch hinsichtlich ihrer Wirkungen analysiert und vergleichend ausgewertet werden.

Mit der Wahl der Klimabedingungen konnten in etwa die Eckpunkte der 3 Klimagrößen, wie sie in der meist winterlichen Heizphase zu beobachten sind, abgedeckt werden. Insgesamt 66 Probanden nahmen an Versuchsserie 1 teil, für Versuchsserie 2 wurde ein Sub-Kollektiv von 35 Personen gewählt. Die Expositionsdauer bei gleichen Bedingungen betrug jeweils 1-1,5 Stunden.

Die Analyse der Wirkparameter zeigt, dass die Lüftungsart einen signifikanten Einfluss auf das Klimaempfinden und die Abdunstung der Haut aufweist. Die Quelllüftung mit geringeren Strömungsgeschwindigkeiten wird von Probanden besser bewertet und verursacht in der Tendenz eine geringere Abdunstung der Haut.

In der Tendenz ist bei einer Raumtemperatur von 20°C eine gegenüber einer Raumtemperatur von 24°C eine geringere Ausprägung negativer körperlicher Empfindungen zu beobachten. Ein Vergleich der Versuchsserien zeigt, dass der Einfluss der Luftgeschwindigkeit sich ausgeprägter darstellt als die Variation der relativen Luftfeuchten an den gewählten Eckpunkten, so dass Maßnahmen bzw. Interventionen mit dem Ziel geringerer Strömungsgeschwindigkeiten durchaus wirkungsvoll sein können.

Aus den Ergebnissen wurden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die sich sowohl an den Betrieb technischer Anlagen als auch an Verhaltensweisen der Beschäftigten richten, um negative Auswirkungen während der meist winterlichen Heizphase helfen zu reduzieren.

Zoom Informationen:

Geschützter Bereich

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Bitte gebe dein Passwort ein um den Inhalt freizuschalten.

Zeitfenster der Veranstaltung (1)

Raum 2
-
Gebhardt, Keuchel, Bux