Ergonomische Arbeitsgestaltung mittels modularer Screening-Verfahren – Erarbeitung der „Neutral-0 Posture Analysis“ Methode

Autoren: Miesner, Schmauder

Kategorie: Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit

Chair: Kampmann

Beitragskurzfassung:
Der Einsatz flexibler und zugleich standardisierter Methoden ist fundamentaler Bestandteil innovativer Entwicklungs- und Produktionsprozesse. Die prospektive Einbindung ergonomischer Arbeitsgestaltung als Teil der Verhältnisprävention ermöglicht in diesem Zusammenhang die Bewertung und Gegenüberstellung ergonomischer Aspekte durch Variation belastungsrelevanter Parameter. Rechnergestützte Methoden und Werkzeuge in Verbindung mit digitalen Menschmodelle sind längst Stand der Technik in der Ergonomie. Problem vieler Tools ist jedoch deren Anbindung an Software unter proprietärer Lizenz. Damit einhergehende lizenzbedingte Abhängigkeiten erschweren die Weiterentwicklung implementierter Methoden oder die flächendeckende Bereitstellung. Gleichzeitig existieren praxisorientierte Belastungsbewertungsverfahren, sogen. Screening-Verfahren, die häufig für konkrete Anwendungsgebiete konzipiert sind, was einen Transfer dieser Methoden auf neue Arbeitsformen erschwert.
Vor diesem Hintergrund thematisiert dieser Beitrag zunächst das Konzept modularer Screening-Verfahren. Das Ziel ist die Erarbeitung eines standardisierten methodischen Rahmens, der die Digitalisierung von Belastungsbewertungen auf der Methodenebene des Screenings fokussiert und diese Methoden darüber hinaus, bedingt durch die modulare Struktur, in Beziehung zueinander setzt.
Zweiter Teil dieses Beitrages bildet die praktische Umsetzung dieses Konzeptes. Das Ziel ist die Veranschaulichung des flexiblen Nutzens modularer Screening-Verfahren am Beispiel der erarbeiteten „Neutral-0 Posture Analysis“ (N0PA) Methode. Um in Zukunft die kontinuierliche Erfassung weiterer modularer Screening-Verfahren zu ermöglichen und diese der Allgemeinheit bereitzustellen, wurde zur Implementierung die Software Blender unter GNU General Public License verwendet. Zur Erstellung des digitalen Menschmodells wurde ergänzend die Open Source Software MakeHuman herangezogen. Die beispielhafte Implementierung der N0PA Methode fokussiert die Synergiepotentiale zwischen dem modularen Screening und dem Open Source DMM Prototyp in Blender.

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Raum 2
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Miesner, Schmauder