HR- und Gesundheitsmanagement im Wandel der Arbeit: Bedarfe des Öffentlichen Diensts und der Bundeverwaltung

Autoren: Brandstätter, Pfaff, Sonntag

Kategorie: Digitalisierung, Wandel der Arbeit: neue Anpassungserfordernisse bei Zusammenarbeit, Fertigkeitserhalt und Gesundheit

Chair: Tieves-Sander

Beitragskurzfassung:
Die digitale Transformation und der demografische Wandel stellen den Öffentlichen Dienst vor eine große Herausforderung. Mit Verabschiedung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) 2017 sollen bis Ende 2022 alle Verwaltungsleistungen online über ein Verwaltungsportal abgewickelt werden. Die Umsetzung ist laut Expertenmeinung mit erheblichen Aufwand verbunden. Komplexer werdende Aufgabenstellungen, bereichsübergreifende Kommunikation sowie technische Hürden werden als zentrale personalpolitische Herausforderungen genannt. Daneben trifft der demografische Wandel den Öffentlichen Dienst, als größten Arbeitgeber Deutschlands (4.9 Mio. Beschäftigte), besonders hart. Alleine auf Bundesebene scheiden in den nächsten 10 Jahren aufgrund der nahenden Verrentungswelle 31.1% der Beschäftigten aus.
Ein modernes Personalmanagement ist für den Öffentlichen Dienst unverzichtbar, um auf dem Personalmarkt attraktiv und wettbewerbsfähig zu bleiben. Laut dem „Zukunftspanel Staat und Verwaltung 2019“ sehen 43% der Behördenleiter in Bund, Land und Kommunen dringenden Handlungsbedarf bei der Etablierung einer demografieorientierten Personalpolitik.
Durch die digitale Transformation verändern sich die Anforderungsprofile der Beschäftigten. Um den Veränderungsprozessen gerecht zu werden, braucht es systematische Fort- und Weiterbildungen im Hinblick auf fachliche, aber auch hinsichtlich sozialer/personaler Kompetenzen.
Dazu ist die öffentliche Verwaltung laut DAK Psychoreport 2020 die Branche mit überproportional hohen Fehltagen aufgrund psychischer Erkrankung. Aufgrund häufiger Restrukturierungen im Zuge der Digitalisierung hat die Arbeitsbelastung dort in den letzten zwei Jahren zugenommen. Beschäftigte berichten von gesteigerter Arbeitsverdichtung, häufigen Unterbrechungen, erhöhten Multitasking-Anforderungen sowie Erschöpfung.
Da es bisher wenige gesicherte Erkenntnisse über Auswirkungen der Digitalisierung auf die Bundesverwaltung gibt, hat das Projekt MEgA einen State of the Art zu Bedarfen im Gesundheits- und HR-Management erstellt. Weiter wird derzeit eine qualitative Interviewstudie durchgeführt und Empfehlungen für gesunde Arbeit abgeleitet. Erste Erkenntnisse werden vorgestellt.

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Raum 6
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Brandstätter, Pfaff, Sonntag