Humanisierung der Arbeit durch KI. Die Komplementarität zwischen Mensch und KI und ihre Anforderungen an die Arbeits- und Technikgestaltung sowie neue Organisationskonzepte

Autoren: Huchler

Kategorie: Technikfolgen und –abschätzung

Chair: Bengler

Beitragskurzfassung:
Der Beitrag präsentiert Erkenntnisse aus einem laufenden Forschungszusammenhang zur humanen Arbeitsgestaltung durch künstliche Intelligenz. Dabei liegt der Fokus zunächst nicht auf ethischen, medizinischen, rechtlichen etc. Kriterien sondern auf der Frage, wie das Zusammenspiel von Mensch und Technik so gestaltet werden kann, dass in der Anwendung bzw. aus dem Wertschöpfungsprozess selbst heraus die Potenziale von Mensch und KI zur Entfaltung kommen und dabei Humanisierungsziele erreicht werden. Ein Beispiel ist die wechselseitige Lernförderlichkeit; d.h. die Interaktion kann so gestaltet sein, dass sich Mensch und KI im wechselseitigen Lernen unterstützen und so den Anforderungen des Arbeitsgegenstands gerecht werden.
Der Beitrag baut auf verschiedenen Vorannahmen auf: 1) KI-Automatisierung unterscheidet sich von bisheriger „linearer“ Automatisierung (z.B. durch machine learning, wahrscheinlichkeitsbasierten, probabilistischen Methoden), wobei KI-Technologien einen Quasi-Akteurs-Charakter erhalten und das Zusammenspiel von Mensch und KI (sowie Organisation und Gesellschaft) neu betrachtet werden muss. 2) Dabei unterscheiden sich menschliche Arbeitskraft und KI-basierte Aktivität systematisch (vgl. Huchler 2018). 3) Dies eröffnet die Möglichkeit nach „Komplementaritätsverhältnissen“ zu suchen bzw. nach Kriterien einer förderlichen „Arbeitsteilung“ zwischen Mensch und Technologie und entsprechenden Organisationskonzepten.
Präsentiert werden neben diesen Grundannahmen Forschungsergebnisse aus mind. zwei Projekten: a) „Empowerment in der Produktion von morgen: Mixed Skill Factories und kollaborative Robotersysteme neu denken“ (EmPReSs) – Mit kollaborativer Robotik wird erprobt, wie die Kompetenzen von Mensch und Roboter optimal zusammen gebracht werden können und zugleich zum Empowerment der Beschäftigten beigetragen werden kann. b) „Zukunftsfähige KI – Menschengerechte Gestaltung der MMI“ – Mit interdisziplinären KI-Expert/innen wird das Gestaltungsinstrument „Humanizing AI Men-Machine-Interaction“ (HAI-MMI) (Huchler 2020) evaluiert und aufbauend auf der Arbeit der Plattform Lernende Systeme (BMBF) (Huchler et al. 2020) weiterentwickelt.

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Raum 3
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Huchler