Mobile work with tablet and smartphone: on the method dependency of an assessment of physical stress and strain

Autoren: Tegtmeier, Lafrenz, Adomeit

Kategorie: Technikfolgen und –abschätzung

Chair: Bengler

Beitragskurzfassung:
Mobile digitale Geräte ermöglichen orts- und zeitflexibel den Abruf von Informationen ebenso wie eine Dokumentation ohne Umwege über Papiernotizen und damit verbundener Doppelarbeit und ohne Medienbrüche. Je stärker der mobile Aspekt der Arbeit dabei ist, desto stärker bietet sich das Arbeiten mit handgehaltenen Geräten wie Tablets und Smartphones an z. B. als mobile digitale Pflegedokumentation, für Bestellvorgänge oder für eine mobile Gefährdungsbeurteilung. Gleichzeitig sollen nach Arbeitsstättenverordnung tragbare Bildschirmgeräte nur kurzzeitig bzw. an Arbeitsplätzen, „an denen die Arbeitsaufgaben mit keinen anderen Bildschirmgeräten ausgeführt werden können“, eingesetzt werden.
Die vorliegende Laborstudie nimmt den Aspekt der Kurzzeitigkeit der Nutzung mobiler Touchscreen-Geräte sowie die resultierende Belastung und Beanspruchung im Kontext einer Dokumentationsaufgabe in Blick. Untersucht wurde dabei u. a. der Zusammenhang zwischen dem Grad des ergonomischen Risikos gemessen mittels des Rapid Upper Limb Assessment (RULA) und subjektiven Selbstauskünften zu akuten Muskelskelettbeschwerden durch Fragebogen.
64 Probanden und Probandinnen im Alter von 18-65 Jahren dokumentierten in zwei halbstündigen Durchgängen in Ankreuzlisten auf einem Smartphone oder Tablet. Vor- sowie nach jedem Versuchsdurchgang wurden aktuelle Muskelskelettbeschwerden über Fragebogen erhoben. Die Körperhaltung der Teilnehmenden wurde während der Durchgänge fortlaufend durch die Versuchsleitung mittels RULA erfasst. Für alle Teilnehmenden wurde der minimale und maximale RULA Score pro Durchgang ermittelt und den Fragebogendaten gegenübergestellt.
Während die RULA Scores (Mmin= 3,4, SD= 0,5; Mmax= 5,1, SD= 1,2) auf ein vorhandenes bis mittleres Risiko für Muskelskeletterkrankungen hinwiesen, lagen die subjektiven Muskelskelettbeschwerden für diesen Zeitraum für alle abgefragten Körperbereiche eher im unteren Bereich der Beschwerdeskalen.
Die Ergebnisse werden sowohl vor dem Hintergrund möglicher Gestaltungsempfehlungen zur Arbeit mit mobilen Touchscreen-Geräten als auch hinsichtlich der Vorteile eines gemischt-methodischen Designs diskutiert.

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Raum 3
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Tegtmeier, Lafrenz, Adomeit