Prospektive Gestaltung von alter(n)sgerechten Arbeitsplätzen mittels angepasster Menschmodelle und 3D-Simulation

Autoren: Fritzsche, Spitzhirn, Ullmann

Kategorie: Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für ein erfolgreiches Altern bei der Arbeit und im Ruhestand

Chair: Kemter

Beitragskurzfassung:

Die steigende Anzahl älterer und sog. leistungsgewandelter Arbeitnehmer ist eine zunehmende Herausforderung für die Industrie und Pflegeberufe. Ein wichtiger Ansatz zur Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit bis zum Renteneintrittsalter ist die Gestaltung ergonomischer Arbeitsplätze. Hierbei besteht bei der Planung und Umsetzung die Herausforderung, dass zunehmend individuelle Voraussetzungen der Mitarbeiter Beachtung finden sollten, die u. a. die körperliche Leistungsfähigkeit betreffen. Arbeitsplätze sollten dabei möglichst prospektiv ergonomisch gestaltet werden anstatt sie korrektiv zu verbessern, um so Kosten zu sparen und Umsetzungschancen für Ergonomiemaßnahmen zu erhöhen.

Auf Basis von Simulationswerkzeugen mit digitalen Menschmodellen können Arbeitsprozesse bereits im Planungsprozess simuliert und nach ergonomischen und wirtschaftlichen Kriterien bewertet und umgestaltet werden. Bisher konnten aber nur begrenzt individuelle Eigenschaften und Veränderungen der Leistungsfähigkeit in 3D-Simulationen abgebildet werden. Um eine zielführende virtuelle Gestaltung alter(n)sgerechter Arbeitsprozesse realisieren zu können, sind Simulationswerkzeuge um altersbedingte und individuelle Leistungsfaktoren zu erweitern.

Im Beitrag wird ein Ansatz zur alter(n)s- und fähigkeitsgerechten Planung von Arbeitsprozessen mittels dem Planungswerkzeug ema Work Designer (emaWD) vorgestellt. Dazu ist es notwendig, dass im emaWD integrierte Menschmodell bzgl. individueller sowie altersbedingten Veränderung der Fähigkeiten wie der Beweglichkeit und Anthropometrie anzupassen. Die einzelnen Schritte zur Planung alter(n)s- und fähigkeitsgerechter Arbeitsplätze werden anhand von Beispielen aus der Industrie und Pflege vorgestellt. Im Ergebnis lassen sich mögliche Risiken aufgrund von Einschränkungen oder veränderter Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden im Altersverlauf frühzeitig identifizieren und daraus prospektiv alter(n)sgerechte Arbeitsplätze entwickeln. Dabei können Alternativen miteinander verglichen und die „optimale“ ergonomische Lösung für die Mitarbeiter ausgewählt werden. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit der Belegschaft geleistet.


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Raum 3
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Fritzsche, Spitzhirn, Ullmann