Qualitative Betrachtung berufsbiographischer Merkmale von Landwirt/innen und ihre Rolle bei der Entstehung von Akzeptanz für elektrische Antriebe in der Landwirtschaft

Autoren: Reis

Kategorie: Technikakzeptanz

Chair: Wilkens

Beitragskurzfassung:
Klimatische Veränderungen, Umweltschutzauflagen und die Digitalisierung stellen die Landwirtschaft (LW) in Deutschland vor große Herausforderungen. Als Reaktion auf diese Herausforderungen wird eine zukünftige Umstellung auf elektrische Antriebe in der Feldbewirtschaftung untersucht, mit weitreichenden Folgen für die Gestaltung der Technik und der Prozesse. Die Unterstützung oder Ablehnung neuer Technologien durch potentielle Nutzer ist dabei zentral.
Orientiert an der UTAUT (Unified Theory of Acceptance and Use of Technology; Venkatesh et al., 2003) wird die Rolle von Erfahrungen bei der Entstehung von Technologieakzeptanz näher untersucht. Hierbei soll über die Betrachtung von Vorerfahrungen mit Technologien hinaus gegangen und vor dem Hintergrund berufsbiografischer Ansätze Karriereerfahrungen betrachtet werden. Die Frage ist, welche berufsbiografischen Merkmale von Landwirt/innen einen Einfluss auf die Akzeptanz von elektrischen Antrieben in der Feldbewirtschaftung haben.
Im Rahmen des BMWI-geförderten Projekts Energy-4-Agri wurden in halbstrukturierten Leitfadeninterviews (N=18) Landwirt/innen zu ihren akademischen, beruflichen und weiteren Erfahrungen befragt. Die Teilnehmenden sollten außerdem das mögliche Zukunftsszenario „Agrarsysteme mit elektrischen Antrieben“ bewerten und Vor- und Nachteile aufzeigen. Die aufgezeichneten Interviews wurden transkribiert und nach qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet (Mayring, 2010). Die entwickelten Kategorien werden mit Hilfe einer QCA(qualitative comparative analysis; Ragin, 2010) dahingehend untersucht, welche Kombination von Erfahrungen zu einer positiven Einstellung zum Zukunftsszenario führen.
Erste Ergebnisse zeigen, dass sich Landwirt/innen auf Basis ihrer berufsbiografischen Merkmale (Elternhaus, Bildungsgrad, Anzahl an Höfen, auf denen gearbeitet wurde, Auslandserfahrungen und Erfahrungen mit Veränderungen und Technologien) in ihrer Bewertung des Zukunftsszenarios unterscheiden. Im Vortrag wird diskutiert, wie bestimmte landwirtschaftliche berufsbiografische Profile, ermittelt über die QCA, mit der Akzeptanz des Zukunftsszenarios einhergehen.

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Raum 3
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Reis