Repräsentative Panelstudien und ihr Potenzial für die Arbeitswissenschaft

Autoren: Tisch

Kategorie: Repräsentative Panelstudien in den Arbeitswissenschaften

Chair: Tisch

Beitragskurzfassung:
Die Arbeitswissenschaft befasst sich mit der interdisziplinären Analyse und Gestaltung von Arbeitsprozessen unter Anwendung unterschiedlichster Forschungsmethoden. Hierzu gehören schon seit langen repräsentative Beschäftigtenbefragungen oder auch eine Vielzahl längsschnittlicher Untersuchungen. Vergleichsweise neu sind, für Erwerbstätige repräsentative, Panelstudien. Der gibt einen Überblick über Vorteile und Herausforderungen von repräsentativer Panelstudien im Allgemeinen und Möglichkeiten und Grenzen für die Arbeitswissenschaft im Speziellen.
Vorteile: Längsschnittliche Daten erlauben die Analyse von intraindividuellen Veränderungen. Darüber hinaus lässt sich die zeitliche Abfolge von Veränderungen analysieren und damit Aussagen über einen Kausalzusammenhang treffen. Liegen repräsentative Längsschnittdaten vor, können Selektionseffekte ausgeschlossen und anhand der intraindividuellen Veränderungen zudem Kohorten und Alterseffekte differenziert, sowie die Allgemeingültigkeit eines Kausalzusammenhangs festgestellt werden. Schließlich ermöglichen Panelstudien eine bessere Kontrolle unbeobachteter Heterogenität.
Herausforderungen: Der Minimierung von Panelattrition und dem Panel Conditioning. Ersteres umfasst eine Vielzahl an Maßnahmen die den Ausfall von Befragungseinheiten verhindert oder aber Methoden die den selektiven Ausfall berücksichtigen. Möglichkeiten der Minimierung von Panel Conditioning hingegen sind geringer.
Die Arbeitswissenschaft steht aktuell im Speziellen vor der Herausforderung die moderne Arbeitswelt in ihrer zunehmenden Dynamik und Komplexität zu analysieren und zielgerichtete Gestaltungsempfehlungen abzuleiten. Repräsentative Panelstudien helfen, intraindividueller Prozesse verallgemeinerbar zu analysieren und Kausalzusammenhänge differenziert für unterschiedliche Beschäftigtengruppen darzustellen. Durch den Ausschluss von Selektionseffekten können Maßnahmen zielgruppenspezifisch und passgenau gestaltet werden. Gleichzeitig sind repräsentative Panelstudien darauf angewiesen Muster zu identifizieren und können die Gegebenheiten vor Ort nicht immer in der notwendigen Tiefe und unter Berücksichtigung aller Kontextfaktoren abbilden.

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