Schlüsselkompetenzen für die erfolgreiche Entwicklung digital vernetzter Geschäftsmodelle

Autoren: Kinkel, Beiner, Cherubini, Fara

Kategorie: Kompetenzentwicklung für hybride Wertschöpfung

Chair: Jeske

Beitragskurzfassung:
Die Digitalisierung durchdringt und vernetzt immer mehr Industriebereiche und Geschäftsprozesse (1). Damit einher gehen gesteigerte Kundenerwartungen hinsichtlich Individualität, Verfügbarkeit und Geschwindigkeit der Leistungen. Dies stellt Industrieunternehmen vor die Herausforderung, nicht nur ihre internen Prozesse zu optimieren, sondern gänzlich neue, digital vernetzte Geschäftsmodelle (DVGM) aufzubauen und anzubieten, die sich als hybride Produkt-Service-Systeme charakterisieren lassen (2–6). Diese neuen Geschäftsmodelle bieten Unternehmen vielfältige Chancen wie einen erhöhten Kundennutzen, Erlössteigerungen und nachhaltige Wettbewerbsvorteile (7–9). Sie ändern aber auch die Wertschöpfungs- und Organisationsstruktur vieler Unternehmen radikal (10, 11) und erfordern teilweise gänzlich andere Kompetenzen der Mitarbeitenden als im traditionellen Geschäft, um neue DVGM erfolgreich entwickeln zu können (8, 12).

Im Rahmen des Forschungsprojekts AgilHybrid wurde strategiebasiert ein Modell entwickelt, welches 20 Schlüsselkompetenzen beinhaltet, die für die zuständigen Teams bei der Entwicklung von DVGM erfolgskritisch sind. Diese Kompetenzen lassen sich in die fünf Bereiche Unternehmerisches Denken, Wandlungsfähigkeit, Agiles Vorgehen, Zusammenarbeit und Vernetzung sowie Digitale Kompetenzen bündeln. In einer repräsentativen CATI-Befragung von 200 deutschen Industrieunternehmen konnte die Relevanz der ausgewählten Kompetenzen für die DVGM-Entwicklung validiert werden. Allerdings zeigt sich auch ein erheblicher Entwicklungsbedarf in den befragten Unternehmen, deren Belegschaften mit einigen der abgefragten Kompetenzen nur unzureichend ausgestattet sind. Unternehmen, die bereits DVGM am Markt anbieten (22,5% der Befragten) sind nicht nur besser insbesondere mit digitalen Kompetenzen ausgestattet und bei der Kompetenzentwicklung besser aufgestellt, sondern wenden auch häufiger agile Methoden zur Geschäftsmodellentwicklung an.

Zoom Informationen:

Geschützter Bereich

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Bitte gebe dein Passwort ein um den Inhalt freizuschalten.

Zeitfenster der Veranstaltung (1)

Raum 4
-
Kinkel et al.