Simulation und partizipative Gestaltung von MRK-Arbeitssystemen im Projekt SOPHIA

Autoren: Fritzsche,  Funk,  Rosen,  Spitzhirn,  Wischniewski

Kategorie: Technikakzeptanz

Chair: Sträter

Beitragskurzfassung:
Nach anfänglicher Euphorie steht eine weite Verbreitung von MRK-Systemen in denen Mensch und Leichtbauroboter direkt miteinander arbeiten weiterhin aus. Eine gute Gestaltung dieser hybriden Arbeitssysteme setzt neben technischen und wirtschaftlichen Gründen ebenso eine hohe Aufgabe-Technologie-Passung sowie die Berücksichtigung der Nutzerperspektive voraus. Das durch die europäische Kommission geförderte Projekt “Socio-Physical Interaction Skills for Cooperative Human-Robot Systems in Agile Production“ (SOPHIA) hat zum Ziel, Arbeitssysteme mit robotischen Systemkomponenten zu entwickeln und umzusetzen, um Produktivität und Flexibilität bestehender Arbeitssysteme zu erhöhen und deren Ergonomie zu verbessern.
In einem Anwendungsfall wurde Arbeitssysteme in einem niederländischen KMU betrachtet, das Getriebe für verschiedene Industrieanwendungen produziert. Um eine möglichst gute Auslegung des robotischen Systems zu erreichen, wurden mittels eines Quick-Checks zunächst verschiedene Bereiche in der Fertigung untersucht. Nach Auswahl eines Arbeitssystems wurde eine 3D-Ablaufsimulation des aktuellen und künftigen Arbeitsprozesses erstellt, um Potentiale des Systemeinsatzes zu ermitteln und in einem iterativen Prozess zusammen mit Entwicklern und Betreibern das Zusammenwirken von Mensch und Roboter zu gestalten. Mittels der Simulation wurde u. a. sichergestellt, dass die Erreichbarkeit aller Teile gegeben ist und sicherheitskritische Abstände eingehalten werden können.
Um weitere Hinweise für die Systemgestaltung zu erhalten, wurde eine Befragung von Mitarbeitenden durchgeführt, die später in dem Arbeitssystem tätig sein werden. Hierbei kamen Ergebnisse der Simulation zum Einsatz, um den künftigen Nutzenden einen Eindruck des Systemkonzeptes zu vermitteln. Ziel dieser frühen Partizipation ist, bereits während des Entwicklungsprozesses die Erwartungen an das robotische System gezielt zu erfassen und entsprechend zu berücksichtigen.

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Raum 2
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Fritzsche et al.