Sozialwirtschaft – Dienstleistungen am Menschen im Wandel

Autoren: Weber

Kategorie: Arbeit in der Sozialwirtschaft und die digitale Transformation

Chairs: Zink und Fischer

Beitragskurzfassung:
Die Sozialwirtschaft orientiert sich am Nutzen für die Gesellschaft, ihr wesentliches Kennzeichen ist die Dienstleistungsarbeit mit und am Menschen zur Bearbeitung sozialer Problemlagen. Die aktuelle Pandemie offenbart die herausragende Bedeutung sozialer Arbeit für die Gesellschaft. Große Teile der Sozialwirtschaft gelten daher als systemrelevant und müssen aufgrund dieser Rolle krisenfest ausgestaltet sein. Megatrends zeigen – abgesehen von ihrer Geschwindigkeit – viele Parallelen zu solchen plötzlich eintretenden Krisen, auch der Megatrend Digitalisierung wirkt auf alle Elemente des sozialrechtlichen Dreiecks (Leistungsberechtigte & -erbringer, Sozialleistungs- bzw. öffentl. Träger).

Die Digitalisierung beeinflusst die Arbeits- und Lebenswelten der Leistungsberechtigten und der Beschäftigten in der Sozialwirtschaft und trägt bspw. zur Verbesserung der Transparenz von Angeboten, Qualitätsdimensionen oder Arbeitsbedingungen bei. Gleichzeitig führen die Implikationen der Digitalisierung zu neuen Vulnerabilitäten (bspw. Arbeitsplatzverlust, Überforderung, Vereinzelung, Entgrenzung), die durch ggf. neue Angebote wiederum aufgefangen werden müssen.

Leistungsanbieter suchen nach Gestaltungsansätzen für die Verknüpfung hoher Dienstleistungsqualität mit einer menschgerechten, digital angereicherten Interaktionsarbeit sowie für eine partizipative Ausgestaltung der digitalen Transformation. Allerdings ist zu befürchten, dass Effizienzgewinne oder neue Möglichkeiten einer automat. Datenerfassung bspw. zur weiteren Arbeitsverdichtung, umfangreicheren Dokumentationsforderungen, ständiger Erreichbarkeit der Beschäftigten oder Verhaltens- und Leistungskontrolle eingesetzt werden.

Neue, oft branchenfremde Anbieter drängen inzwischen auf den Markt mit neuen Geschäftsmodellen auf Basis von Plattformen. Sie treten meist nur noch als Intermediäre auf und vermitteln Angebote, ohne diese durch eigenes Personal erbringen zu müssen (Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse).

Aus diesen Entwicklungen ergeben sich vielfältige arbeitswiss. Forschungsfelder, die aufgrund der Geschwindigkeit der Entwicklungen mit bereits sichtbar werdenden Arbeitsmarkteffekten angegangen werden müssen.

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Raum 5
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Weber