Stellenwert der Kognitiven Ergonomie in cyberphysikalischen Logistiksystemen: Ergebnisse einer Feldstudie bei einem Versandhandelsunternehmen

Autoren: Kretschmer, Reiser, Rinkenauer

Kategorie: Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit

Chair: Jäger

Beitragskurzfassung:
Hintergrund:
Megatrends der Arbeitswelt, wie zunehmende Automatisierung und Digitalisierung, sind auch in der Logistik spürbar. Prozesse werden immer mehr technisiert und digitalisiert, um auf Flexibilitätsanforderungen, wie z. B. dem Anstieg des Produktportfolios oder der Termintreue bei reduzierten Lieferzeiten und zugleich vermehrten Kundenwunschänderungen, reagieren zu können. Vor allem in der Kommissionierung bleibt der Mensch jedoch eine entscheidende Ressource, nicht zuletzt, weil die Mehrheit der Tätigkeiten nach wie vor manuell ausgeübt wird. Im Projekt „Kognitive Ergonomie“ im Rahmen der Forschungsinitiative „Leistungszentrum Logistik und IT“ werden unterschiedliche methodische Zugänge verwendet. Ziel des Projekts ist die humanzentrierte ganzheitlichen Bewertung und Gestaltung von Arbeitsplätzen, -umgebungen und -prozessen.
Methode. Im Sinne dieses Ziels wurden in neun deutschen Logistiklägern verschiedener Branchen Feldstudien mit dem Fokus auf den Bereich der Kommissionierung durchgeführt. Bei der Durchführung von einstündigen, quantitativen Mitarbeiterbefragungen wurde ein umfangreiches Fragebogeninventar, bestehend aus den thematischen Schwerpunkten Arbeit und Beruf, Gesundheit, Kommissioniertechnologie und personenbezogene Faktoren, konzipiert und eingesetzt.
Ergebnisse:
Es werden exemplarisch die Untersuchungsergebnisse eines ausgewählten Unternehmens dargestellt. Hierzu werden deskriptive Ergebnisse zu psychosozialen Tätigkeitsmerkmalen, personen- und gesundheitsbezogene Variablen, sowie der Beurteilung der Informationsdarstellung und Dialoggestaltung der eingesetzten Kommissioniertechnologie auf Grundlage der internationalen Ergonomie-Norm DIN EN ISO 9241 präsentiert.
Diskussion. Die vorgestellte Studie zeigt exemplarisch, wie vor allem psychische Belastungs- und Beanspruchungsprofile von Logistikfirmen analysiert werden können. Darüber hinaus erlauben die Befunde die theoretischen Konzepte zum Verständnis und der Vorhersage der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit des Menschen im Kontext der Logistik zu erweitern. Die Erkenntnisse werden im Kontext des Gesamtziels des Projekts „Kognitive Ergonomie“ diskutiert.

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Raum 1
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Kretschmer, Reiser, Rinkenauer