Vom physischen Produkt zum digital hybriden Geschäftsmodell – Methodische Elemente im Prozess der Hybridisierung

Autoren: Guth, Hoffzimmer

Kategorie: Entwicklung hybrider Geschäftsmodelle

Chair: Jeske

Beitragskurzfassung:
Unternehmen stehen durch die digitale Transformation verstärkt vor der Herausforderung, ihre aktuellen Geschäftsmodelle auf ihre Zukunftsfähigkeit hin zu überprüfen. Die neuen Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung können die Firmen nutzen, um sich auf das gewandelte Anspruchsverhalten der Kunden mit neuen, veränderten oder ergänzenden Geschäftsmodellen einzustellen.
Unternehmen sind jedoch stark mit dem laufenden Geschäftsmodell verbunden. Deshalb dürften die wenigsten Firmen (insbesondere KMU) „ihre“ Geschäftsmodelle komplett neu definieren können. Die Hybridisierung – also die Ergänzung eines physischen Produkts um (digitale) Dienstleistungen – kann eine solche Weiterentwicklung – vor allem für KMU – sein.
Dieser Thematik nimmt sich das Projekt AnGeWaNt an. Ziel ist es, exemplarisch in drei Unternehmen im Kontext der Wiegeleistungen an Baumaschinen zu untersuchen, wie solche hybrid digitalen Geschäftsmodelle identifiziert, konkretisiert und umgesetzt werden können.
Der Beitrag beschreibt den dafür notwendigen Prozess sowie die im Projekt erarbeiteten methodischen Ansätze. Ausgangspunkt ist immer das aktuelle Geschäftsmodell. Für die Identifikation der hybriden Geschäftsmodelle wurden im Projekt verschiedene Ansätze aus der Literatur und der Praxis mit Methoden aus dem Innovationsmanagement sowie aus dem Bereich der Kreativitätstechniken verknüpft. Auf dieser Basis wurden drei unterschiedliche Workshop-Konzepte entwickelt und mit den beteiligten Unternehmen erprobt:
• Hybride Geschäftsmodelle durch Werteversprechen identifizieren
• Technologiegetrieben neue hybride Geschäftsmodelle identifizieren
• Generische Entwicklung hybrider Geschäftsmodell-Ideen
Als Ergebnis der Workshops lagen Ideen als Businessmodell-Canvas vor. Allerdings blieben in den Canvassen Punkte offen, die vor der Umsetzung der Ideen geklärt werden mussten. Für diesen Konkretisierungsschritt wurde ein neuer methodischer Ansatz genutzt. Aufbauend auf der Analyse von realen Geschäftsprozessen bei den adressierten Kunden, wurden die Dienstleistungen des neuen Geschäftsmodells soweit konkretisiert, dass ein Markttest möglich wurde.

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Raum 4
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Guth, Hoffzimmer