Zwischen Begeisterung und Beharrlichkeit – Implementierung und Integration von Assistenzsystemen in organisationalen Spannungsfeldern der Stahlindustrie

Autoren: Gerhardt, Fredrich, Dick, Haase

Kategorie: Vortragsreihe: Implementierung assistiver Lerntechnologien in Arbeitssystemen: der Einfluss sozialer und organisationaler Rahmenbedingungen

Beitragskurzfassung:
Das vom BMBF geförderte Projekt StahlAssist untersucht die technologiebasierte Aufbereitung und Nutzung von Erfahrungswissen in der Instandhaltung. Zielsetzung im Verbundvorhaben ist es, die Entwicklung, Gestaltung sowie organisationale Integration von digitalen Assistenzlösungen in Unternehmen der Stahlindustrie zu beforschen. Deren Verzahnung mit der Identifikation, Erhebung und Nutzung von erfahrungsbasiertem Wissen bildet die zentrale Herausforderung. Das Vorhaben an sich ist methodisch anspruchsvoll, stößt aber zudem auf heterogene, organisationale Anforderungen: unterschiedliche Fachdisziplinen, Hierarchieebenen sowie Unternehmensgrößen.

Ziel des Beitrages ist es, die Frage der Technologiegestaltung und -implementierung mit einer betriebspädagogischen und arbeitswissenschaftlichen Perspektive zu verschränken. Dazu werden Bedingungen herausgearbeitet, die auf die Einführung von Assistenzsystemen in Organisationen einwirken und in den organisationalen Strukturen sowie Routinen verankert sind. Parallel dazu werden die im Verlauf des Projektes zum Einsatz gekommenen Interventionen aufgearbeitet, um Rückschlüsse auf die Gestaltung von Einführungsprozessen assistiver Technologien in Organisationen abzuleiten.

Die Reflexion erfolgt zum Projektabschluss, um Erkenntnisse für zukünftige Vorhaben systematisch aufzubereiten und verbundübergreifend zu teilen. Die Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis werden auf konzeptioneller Ebene zusammengeführt.

Als konzeptioneller Rahmen werden dazu vier Analyse- und Reflexionsebenen unterschieden: Die (1) Sachebene, (2), Prozessebene, (3) Kooperationsebene sowie (4) Strukturebene. Die Sachebene bezieht sich auf die fachliche sowie inhaltliche Zusammenarbeit im Projektkontext. Auf Prozessebene fließen alle strukturellen Bedingungen innerhalb der Organisation zusammen, die auf das Projekt und die Akteure einwirken. Die Kooperationsebene untersucht die Aushandlungsprozesse der Zusammenarbeit. Die Strukturebene steht für Rahmenbedingungen, die von außen auf die Organisationen einwirken und die Projektarbeit beeinflussen. Diese Ebenen können auch als gestaltungsrelevante Dimensionen eines Arbeitssystems verstanden werden.

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Raum 5
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Gerhardt et al.